Dein Vater hat sich gemeldet (Arbeitstitel) – von Ulrike Guggenberger
Betreuung: Mario Jandrokovic. (Exposé), Weiterführung (Phase I): Christian Vizi
Ulrike Guggenberger, eine Tochter auf der Spurensuche nach ihrem Vater, der im Zweiten Weltkrieg gefallen ist und den sie nie erlebt hat. Zeitlebens ist er ein Phantom ohne Umrisse geblieben. Bis Jan Babincak aus Bratislava die Absturzstelle des Flugzeuges ihres Vaters in den Donauauen findet und sich mit Ulrike Guggenberger in Verbindung setzt.
Im Mittelpunkt stehen die Suchenden - die Tochter mit ihren erweckten Hoffnungen, Freuden, Überraschungen aber auch Enttäuschungen auf ihrer Suche und Jan Babincak, der sich schon seit Jahrzehnten mit der Suche nach Spuren von verloren gegangenen Existenzen in den undurchdringlichen Donauauen beschäftigt.
Wie verändert die Suche, das Entdecken und das Nichtfinden den Menschen?
"Lonely Austria" - von Laura Nöbauer
Betreuung: Andreas Baumgartner
“Experience high culture and sharp lifestyles in Vienna and the provincial capitals, bathe in
refreshing lakes and hike rugged mountains on a 1500 km route that does the whole hog by train
(and just a few buses) from the capital to the Austrian heartlands.” (Lonely Planet, 2008)
So wird die klassische lange Route des Lonely-Planet beschrieben, die so manch einen
Rucksacktouristen durch Österreich führt. Die Wege sind vorgegeben und wachsen sich zu
Trampelpfaden aus. Reist man auf den vorgegebenen Strecken und schläft in den vorgeschlagenen Unterkünften kann man sicher sein, kundige Rucksacktouristen zu finden, die viel über Österreich wissen. Doch wissen sie es wirklich? ...
Herangehensweise: Mit zwei Rucksacktouristen anderer Länder „tarnen“ wir uns als Reisende mit Kameraequipment, durchreisen die vorgeschlagene Route, plaudern in den Jugendherbergen mit Leuten, gehen mit ihnen aus und versuchen all die Tipps, die wir von kundigen Reisenden bekommen, anzunehmen. Der Film soll uns Österreichren den Rucksacktouristenblick auf unsere Heimat näher bringen, die für uns geheimen Routen aufdecken, uns Gefahren und Ärgernisse unseres Landes näherbringen und uns in die Riten des Österreichischen Rucksacktouristenkreises einweihen.
UNerHÖRT - oder "schlecht hörn tamer aba guat..." (Arbeitstitel) – von Nicole Baïer
Betreuung: Ulrike Ramsauer
Im "ganz normalen" Alltag der hörenden Welt, im Berufsleben wie im Privatleben, überall und immer wird kommuniziert. Kommunikation setzt aber das Vermögen zu Hören und zu Sprechen voraus. Das Ohr ist das zentrale menschliche Organ für die Teilnahme am sozialen Leben.
In einfühlsamen Portraits sollen Hörbeeinträchtigte, an Taubheit grenzende Schwerhörige, HörgeräteträgerInnen und C.I. TrägerInnen über eine gewisse Zeit in ihrem Alltag, ihrem Berufsleben und ihrem Umfeld begleitet werden und das Publikum an positiven Erlebnissen genauso wie an den Schwierigkeiten teilhaben lassen.
Der Film möchte zur Bewusstseinsbildung für das Hören bzw. Schwerhören beitragen.
ProtagonistInnen:
Manuela Zimmer, 26, C.I.-Trägerin und Ergotherapeutin.
Manfred Kapfenberger, Hörgeräte-Träger, selbständiger Unternehmer und soeben Vater geworden.
"Am Beispiel der TierbefreierInnen" (Arbeitstitel) - von Veronika Weis
(Phase 1)
Betreuung: Hermann Peseckas
Am 21. Mai 2008 wurden in Österreich nach einer vorangegangenen Observierung 24 Wohnungen durchsucht, zum Teil gewaltsam in sie eingedrungen, persönliche Gegenstände beschlagnahmt und 10 AktivistInnen der österreichischen Tierrechtsszene festgenommen. Mehr als drei Monate saßen sie in Untersuchungshaft. Vorgeworfen wurde ihnen neben Sachbeschädigungen die Bildung einer kriminellen Organisation. Der Paragraf 278a (zum ersten Mal in dieser Form eingesetzt) erlaubte es, die Betroffenen auch ohne Beweise so lange in Haft zu halten.
Der Dokumentarfilm soll den Fall der TierrechtsaktivistInnen beleuchten und diesen in einen gesamtpolitischen Zusammenhang stellen. Welchem Risiko setzten sich Menschen aus, die sich für "eine Sache" einsetzen? Ist die Gratwanderung zwischen Engagement und Gesetzesbruch zu schaffen?
"Russlandblues" (Arbeitstitel) - von Andi Kraus, Hermann Peseckas, Nelija Schakirowa
(Phase 1)
Betreuung: Karin Helml
Traunreut in Südostbayern. 3.000 der 22.500 Einwohner Traunreuts sind Russland-Deutsche. Vor allem nach 1990 wurden sie dort angesiedelt. Echte Einheimische gibt es in Traunreut ohnehin nur äußerst wenige. Auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik der Wehrmacht, MUNA, entstand ab 1948 eine Plattenbau-ähnliche Siedlung für die vertriebenen Deutschen des 2.WKs. Seit den 80-er Jahren sind es vor allem die "Volksdeutschen" aus der Sowjetunion/Russland.
Sie kamen vom Regen in die Traufe. In der Sowjetunion waren sie "die Deutschen", "die Faschisten", in Deutschland sind sie nun die "Russen" oder gleich die "Russenschweine". Sie grenzen sich sichtbar ab und leben in ihren Ghettos. Die Jungen genieren sich oft für ihre russische Herkunft und verleugnen sie.
Bayern ist und bleibt für die meisten Aussiedler ein fremder Planet. Sie fühlen sich hier nicht zu Hause. Manche möchten lieber zurück nach Russland, wie z.B. Ludmilla, die für ihre Datscha in Saratow spart. ...







